Angefangen auf 4000m ueber das comeback in die Zivilisation bis fast vor die Haustuer :)
mhhh…ich weis gar nicht wo ich anfangen soll, musste gerade mal feststellen das ich verdammt lange nichts mehr geschrieben habe. stehen geblieben war ich in nepal und da mach ich einfach mal weiter.
Ja mein Trip in die Berge war atemberaubend. In Pokhara hatte ich mir eigentlich ueberlegt mit Jeep und Bus etwas hoeher in die Berge zu kommen, da es erstens in ein paar Tagen kaum zu schaffen ist diese Strecke zurueck zu legen und zweitens war mein Fussgelenk immer noch nicht ganz heil. Nach langem hin und her und einer kurzen Diskussion mit John hatte ich mich dann dazu entschieden das ganze mit dem Motorrad zu machen. Wer kann schon von sich behaupten, dass er mit dem Bike im Himalaya war!? Ich
Das war die beste Entscheidung die ich ueberhaupt machen konnte, ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spass. Gesagt hatte man mir, das es keine echte Strasse ist, aber es auf dem Motorrad machbar ist. Jedoch sollte ich anhalten wenn es anfaengt zu regnen. Zu meinem Glueck war es an meinem ersten Tag fast durchgaengig am regnen und als ich dann die “Strasse” gesehen hatte, wurde mir auch schnell bewusst, warum man vielleicht ein Paeuschen einlegen sollte. Drei Tage Off Road habe ich mir angetan, im Regen reden wir von einer Riesenpfutze, Strasse kann man das nicht mehr nennen. Ich sah aus wie Sau, aber hatte Spass ohne Ende. Meine Route fuer diesen Trip war ein Teil vom Annaphurna Circle und zwar von Pokhara bis Jomsom und zurueck, weiter bin ich nicht gekommen. Und ein atemberaubender Trek von 3000 auf 4000m Hoehe in der Upper Mustang Area. Mountainmassive waren Nilghiri und Dulaughiri und ich stand mittendrin. Arschkalt da oben und windig wie nichts, anstrengend sowieso - ich frage mich jedesmal warum ich das ueberhaupt ueber mich ergehen lasse, aber die Aussicht die man dafuer bbekommt ist einfach gigantisch. Ein Panorama was ich zuvor noch nicht gesehen hatte. Leider gibts keine Bilder, da man mier die Kamera samt Tasche geklaut hat, inkl. der Bilder der letzten drei Monate. Ein bisschen schade, aber kann man nix machen.
Danach gings dann wieder nach Kathmandu um Abschied zu nehmen von Mami, die Mutter meines Freundes wo ich gewohnt habe, die auf den Weg war in die Staaten. Ich selber musste mich auch langsam darauf vorbereiten, dass es zurueck geht in die Zivilisation und zwar nach Ann Arbor zu meiner Schwester. Und das war nicht so einfach.
Das Drama mit dem Flug fing schon bei der Buchung an und das war im Februar. Es lief dann darauf hinaus dass ich in Kathmandu am Airport stand und mein Flug gecancelt war - ziemlich uncool, wenn man fast kein Geld mehr in der Tasche hat und weis, das man 750 Eur fuer den miesesten Flug den ich dann letztendlich doch noch hatte auf den Tisch gelegt hatte. Ein wirklich beschissener Flug sag ich euch. Wenn moeglich nie mit Continental airline fliegen. Angekommen in den Staaten mit viel Stress und fast 11h Zeitverschiebung - natuerlich konnte ich auf meinen total 20h Flug nicht schlafen - konnte ich die Augen kaum aufhalten. Nicht aufgrund der Muedigkeit, nein der Filter aus Dreck und Dreck , Luftfeuchtigkeit und Dreck war ploetzlich Weg. Ich schon wieder ganz vergessen das Sonne verdammt hell sein kann :). Vorteile sind allerdings: man kann atmen, die weissen Klamotten sind sogar nach 8 Stunden noch weiss wenn man sich mit ihnen auf die Strasse begibt. Sich auf die Strasse begeben das ist auch nicht so einfach wenn man 13 Monate Left hand sight traffic hatte und auf continental umsteigt. Als mein Schwager mich am Airport eingesammelt hat und den ersten Right turn machte war mein erster Gedanke: Wenn du dich in den Tod stuerzen willst kannst du das gerne tun, nimm mich aber bitte nicht mit. Ziemliche challenge sag ich euch mit dem Verkehr. Nicht das ich zweimal fast unter die Raeder gekommen waere beim ueberqueren einer Strasse - man sollte sich was traffic betrifft ziemlich schnell an den Rechtsverkehr gewoehnen kann ich nur jedem raten :), kann sonst toedich enden - sondern kam die Zivilisation noch hinzu. Aber wie ich irgendwann schonmal erwaehnt hatte, manches mal stelle ich mir die Frage: Was ist Zivilisation und welches Land ist zivilisiert?
Nach zwei Wochen Rezivilisierung oder zurueck kommen ins moderne Leben inkl. right hand sight traffic habe ich es dann gewagt mir ein Auto zu leihen und durch die Gegend zu fahren. Auf 2300 milen in 2 Wochen habe ich es geschafft und das war nochmal ein genialer Trip.
Angefangen in Ann Arbor nach Toronto. Fuer den Anfang waren 4 Std Auto fahren genug, ausserdem habe ich mich mit meinem Kletterpartner aus Thailand getroffen - haben auch schon wieder grob ueber Kletterplaene in Thailand philosophiert, Dezember hoert sich nicht schlecht an oder?
Von dort gings weiter nach Montreal. Viele Leute haben mir geraten Montreal mitzunehmen wenn du sowieso in Toronto und Boston bist. Montreal war der Hammer, ein weiterer Platz zum sterben. Nicht nur aufgrund des Flairs, sondern auch aufgrund der Kaelte im Winter
Nach drei Naechten, ja ich habe Montreal mehr bei Nacht entdeckt als am Tage bin ich muede und erschoepft zurueck in die Staaten und zwar nach Boston. Nach einem weitern Tag durch die Gegend wandern, diesmal in Boston gings dann zum chillen nach Warwick. Warwick liegt etwa 1h nordlich von NYC. Dort wurde ich herzlich von Helen und Peter empfangen. Ein Paerchen, dass ich in Neuseeland kennengelernt habe. Eine Woche war rumund ich war hin. Ich war schon lange nicht mehr soviel durch die Gegend gelaufen. In Warwick habe ich mich dann detailliert mit den Strip Malls die ueber das ganze Land verteilt sind beschaeftigt waehrend dessen meine Waesche sich gewaschen hatte. Und es ging weiter. NYC, die Stadt die nie schlaeft. Endlich mal ne Stadt wo man an fast jeder Ecke 24h Kaffee ohne Probleme bekommt und ich meine Kaffee und nicht Nescoffee ![]()
NYC, einfach geil - schnell, unkompliziert und groesser als gross. Mehr faellt mir spontan einfach nicht dazu ein. Drei Naechte und vier Tage habe ich es dort ausgehalten. Habe mich mit nem Freund von Sandor, den habe ich zig male in Indien getroffen, getroffen und bin mit ihm um die Haeuser gezogen. Zufaellig habe ich auch endlich den Regenschirm bekommen, den ich mir seit nem Jahr anschaffen wollte und nie auf die Reihe bekommen habe. Ich weiss nen bisschen spaet, aber besser spaet als nie - ich komme quasi fully equiped zurueck ins gute alte Deutschland :).
Nach NYC stand eigentlich noch Washington DC auf dem Plan, aber es war zeitlich nicht mehr machbar. Stattdessen bin ich zurueck nach Montreal und habe mich nochmal dort ein bisschen umgesehen. Zugute kam mir auch der Duty free bezueglich der Zigaretten, die wie immer langsam zur Neige gingen. Und das wars auch schon. Raten kann ich allerdings nur jedem, 10h Autofahrt sollte man gut timen und nicht immer alles auf den letzten druecker abreissen. Aber nach wie vor bin ich der Meinung unter Druck arbeitet der Mensch am Besten, nah zumindest in den meisten Faellen
Angekommen in Ann Arbor gings dann auch gleich campen ueber den 4. July und zu guter letzt schlag ich mir gerade den Bauch voll mit Schokolade, denn die Anja hat soviel davon. Als Schokoladenjunkee gar nicht so einfach die Finger davon zu lassen. Wird Zeit das ich da Weg komme, ansonsten passen meine Hosen nicht mehr
Aber das ist ja bald, denn naechste Woche bin ich schon daheim und ich muss vorher noch Chicago sehen. Und das wars auch schon mit (halber) Weltreise. Da kann ich nur sagen, bis die Tage….
Wie immer liebe Gruesse, diesmal aus Hinckley